Zur Vorbereitung auf Weihnachten werden in der Adventszeit in vielen Familien traditionell Plätzchen und anderes Weihnachtsgebäck gebacken. Dafür kommen verschiedene Teigarten zum Einsatz.

Hefeteig oder Mürbteig

Je nach Gebäckart werden für das traditionelle Weihnachtsgebäck Hefe– oder Mürbteig verwendet. Hefeteig kommt bei Stutenkerlen oder dem Christstollen zum Einsatz. Für Plätzchen oder Spekulatius verwendet man dagegen eher Mürbteig. Lebkuchenteig enthält viel Süßungsmittel (ursprünglich Honig, heute meist Zucker) und kaum bis kein Fett.

Beim Weihnachtsgebäck werden meist „reiche“ Zutaten verwendet, d.h. es wird nicht an Butter, Zucker oder Eiern gespart. Backtriebmittel, die den Fett-, Zucker- und Eiergehalt reduzieren könnten, werden hier kaum eingesetzt. Bei Lebkuchen hingegen, die wenig Fett benötigen, verwendet man doch Backtriebmittel.

Geschichtliches

Lebkuchenähnliche Gebäcke gibt es schon lange. Schon im Alten Ägypten gab es flache trockene Kuchen. Die heutigen Lebkuchen entstanden ab dem Mittelalter in den Klöstern. Auch der Christstollen hat hier seinen Ursprung.

Die Geschichte der Plätzchen reicht ebenfalls weit zurück. Die Kelten brachten zur Wintersonnenwende Teigopfer in Tierform dar. Im Mittelalter begannen die Klöster vor Weihnachten besonders reichhaltiges Gebäck herzustellen, um die Geburt Christi mit etwas Besonderem zu feiern. Im 18./19. Jahrhundert kam die Teekultur der Briten auf das europäische Festland. Die Biscuits, die man zum Tee reichte, verfeinerte man zu Weihnachten zu Plätzchen. Das Gebäck wurde nicht nur zum Verzehren gebacken, sondern schmückte auch den Weihnachtsbaum.

Das Gebäck waren allerdings lange Zeit Luxus, denn viele Zutaten (u.a. Zucker und Gewürze) waren sehr teuer.