Was ist ein Hühnerei?

Definition

Da es im Lebensmittelhandel noch andere Eier gibt, z. B. Enteneier oder Wachteleier, darf der Begriff Ei in Deutschland rechtlich gesehen nur für das Hühnerei gebraucht werden. Das Ei besteht hauptsächlich aus Schale, Eiweiß und Eigelb. Hinzukommen noch das Oberhäutchen (Katikula), das als Schutzschicht auf der Schale sitzt, die Hagelschnur, die das Eigelb in der Mitte des Eis hält, und die Luftkammer.

Unterteilung

In der EU sind die Eier in 3 Güteklassen A, B und C unterteilt. Diese legen Kriterien für die Schale, die Luftkammer, das Eiklar, das Dotter und weitere Kriterien fest.

Eier der Klasse A dürfen nicht gewaschen oder gereinigt werden. Auch das Haltbarmachen ist hier nicht erlaubt. Bei Eiern der Klasse B gelten andere Richtlinien. Hier ist das Haltbarmachen beispielsweise erlaubt. Allerdings kommen Eier der Güteklasse B nicht in den Einzelhandel, sondern werden an die Lebensmittelindustrie abgegeben. Eier der Klasse C finden in der Lebensmittelindustrie und in der Non-food-Industrie Anwendung.

Je nach Gewicht werden die Eier in die Größenklassen S, M, L und XL unterteilt. Im Durchschnitt wiegt ein Hühnerei 57 Gramm, was der Größenklasse M entspricht. Dieses Gewicht beinhaltet Schale, Eigelb und Eiweiß. [1]

Kennzeichnung

Auf den Eiern selbst befindet sich ein 10-stelliger Zahlen- und Buchstaben-Code, der Auskunft über die Haltungsform und Herkunft des Eis gibt. Die erste Zahl steht für die Haltungsform (0=Bio, 1=Freilandhaltung, 2=Bodenhaltung, 3=Käfighaltung), die nachfolgenden Buchstaben für das Herkunftsland, gefolgt von einer Ziffernfolge, die für den Legebetrieb steht.

Backen mit Eiern

Das Ei ist gesund. Es enthält viele Vitamine und Mineralstoffe und das Eiweiß hat eine hohe biologische Wertigkeit.[3] Beim Kochen oder Backen ist das Ei oft ein fester Bestandteil der Zutaten.
In Backrezepten werden für ein Ei 50 Gramm angenommen, wovon 30 Gramm auf das Eiweiß und 20 Gramm auf das Eigelb entfallen. Die Schale wird hierbei nicht berücksichtigt.

Unverzichtbar zum Backen?

Beim Backen wird der Kuchen durch die Eier locker und bekommt ein großes Volumen. Trotzdem kann es vorkommen, dass man einen Kuchen ohne Eier backen möchte.

Eier durchgestrichen, eifrei, ohne Ei
Eifrei

Die Beweggründe eifrei zu Backen sind oft vielfältig. Die Einen reagieren allergisch auf Eier, die Anderen haben Angst vor Salmonellen oder sind schwanger, möchten aber trotzdem etwas Teig schlecken. Oder es sind einfach keine Eier im Haus und deshalb wird ohne Ei gebacken.

Eifreie Rezepte, die teils vegan, teils auch nicht vegan sind, finden Sie beispielsweise bei http://mitkindernbacken.de/eifrei-backen/

Ist das Hühnerei noch frisch?

Oft fragt man sich, ist das Ei aus dem Kühlschrank noch frisch? Die Frische eines Hühnereis lässt sich mit dem Schwimmtest herausfinden. Legt man ein Ei in eine Schüssel mit Wasser und es bleibt auf dem Boden der Schüssel liegen, ist es noch frisch. Stellt sich das Ei auf, ist es schon etwas älter (ca. eine Woche). Dann kann es noch bedenkenlos verwendet werden, sollte aber zuvor erhitzt werden. Schwimmt das Ei an der Wasseroberfläche, ist es verdorben. Dies kommt daher, dass sich die Luftblase in der Eierschale mit der Zeit vergrößert, da Wasser aus dem Ei verdunstet.

Auch das Schütteln des Eis gibt Auskunft über das Alter. Frische Eier machen beim Schütteln keine Geräusche, alte hingegen schon.

Schlägt man ein Ei auf, kann man auch an der Konsistenz des Eiweiß und des Eigelbs erkennen, ob das Ei frisch ist. Ist das Eigelb fest umschlossen in der Mitte des Eiweiß und das Eiweiß läuft an den Rändern nicht auseinander, ist das Ei frisch. Bei älteren Eiern verlaufen sowohl Eigelb und Eiweiß und sind nach dem Aufschlagen flacher. [2]

Tipp: Eier Kochen

Zum Schluss noch ein Tipp zum Eierkochen: Beim Eierkochen kann es vorkommen, dass das Ei sich verfärbt. Färbt sich ein Eigelb beim Kochen grünlich, liegt das daran, dass es zu lange (länger als 10 Minuten) gekocht oder zu heiß gekocht wurde. Diese Verfärbung entsteht durch eine Reaktion des Eisens aus dem Eigelb mit dem Schwefel aus dem Eiweiß. Hierbei entsteht Eisensulfid, das aber für den Verzehr unbedenklich ist.

[1] Lebensmittellexikon: Eier – Definition, Warenkunde, Lebensmittelkunde, https://www.lebensmittellexikon.de/e0000140.php#0, abgerufen am 15.02.2020

[2] Lecker.de: Eiertest, https://www.lecker.de/eiertest-sind-die-eier-noch-gut-68574.html, abgerufen am 15.02.2020

[3] Das Erste: Das Ei und seine Geschichte, https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/w-wie-wissen/essen-188.html, abgerufen am 15.02.2020

Eierwissen – Aufbau, Erzeugung und statistische Daten zum Ei, https://www.eierfans.de/eierwissen-aufbau-erzeugung-und-statistische-daten-zum-ei/, abgerufen am 15.02.2020