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Backe Kuchen

Was braucht man für einen Rührkuchen?

Wie viele Zutaten braucht man für einen Rührkuchen? Im Kinderlied „Backe, backe Kuchen“ werden sieben Zutaten aufgezählt. Doch braucht man wirklich sieben Zutaten oder kann man auch mit weniger backen?

Backe, backe Kuchen

Im Kinderlied „Backe, backe, Kuchen“ aus dem 19. Jahrhundert, das auf ein Rezept aus dem 15. Jahrhundert[1] zurückgeht, werden sieben Zutaten genannt, die man für einen guten Kuchen braucht: Eier und Schmalz, Zucker und Salz, Milch und Mehl und Safran. „Safran macht den Kuchen gehl“ heißt es dort, d.h. das teure Gewürz Safran ist für die Gelbfärbung des Kuchens verantwortlich. Das Gewürz aus den Stempelfäden der Krokusblüte war schon in der Antike sehr beliebt zu besonderen Anlässen.[2]

Was man wirklich zum Backen eines Rührkuchens braucht

Tatsächlich reichen vier Hauptzutaten aus um einen Rührkuchen zu backen: Butter (im Kinderlied wird diese durch Schmalz ersetzt), Eier, Zucker und Mehl. Das Fett sorgt dafür, dass das Kucheninnere zart und mürbe wird. Durch die Eier wird der Kuchen locker und bekommt ein großes Volumen. Dazu trägt auch das Mehl bei, das auch für die Porengröße verantwortlich ist. Der Zucker macht das Gebäck mürbe und beeinflusst die Kruste.

Heutzutage findet man in fast jedem Rezept noch die Zutat Backpulver. Stehen die oben genannten Zutaten im richtigen Verhältnis, ist dieses auch gar nicht nötig. Allerdings lässt sich durch die Verwendung von Backpulver die Fett- und Zuckermenge in den Rezepten reduzieren.

Zu diesen Hauptzutaten kommt manchmal noch etwas Salz, das geschmacksverstärkend wirkt. Zusätzlich kann man in den Teig verschiedene Aromen, wie Vanille, Marzipan, Früchte oder Schokolade geben. Damit bekommt der Kuchen eine andere Geschmacksrichtung und wird saftiger oder trockener. Manche Teige brauchen dann noch etwas Flüssigkeit, wie Milch (siehe Kinderlied) oder Wasser. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn durch die Reduzierung von Fett und Ei bei der Verwendung von Backtriebmitteln, Flüssigkeit fehlt.

Zucker war früher teuer und rar. Denn bis zur Entdeckung der industriellen Zuckerherstellung aus der Zuckerrübe musste Zucker aus Zuckerrohr teuer importiert werden.[3] Honig zum Süßen war daher leichter verfügbar.

Backen heute

In der heutigen Gesellschaft mit vielen Unverträglichkeiten und bewusster Ernährungsweise wird versucht, die „ungesunden“ Zutaten zu vermeiden oder zu reduzieren. Daher backt man nun fettarm, eifrei, zuckerfrei, glutenfrei oder laktosefrei.

Verschiedene Teigarten beinhalten verschiedene Grundzutaten, die variieren. Eine Übersicht über Grundteige und ihre Bestandteile habe ich in meinem Beitrag zum Thema Grundteige zusammengestellt.

[1] Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Backe%2C_backe_Kuchen, abgerufen am 01.03.2019
[2] Dr. Oetker, https://www.oetker.de/unsere-produkte/backzutaten/backin/backin-mit-safran.html, abgerufen am 01.03.2019
[3] Planet Wissen, https://www.planet-wissen.de/gesellschaft/lebensmittel/zucker/index.html, abgerufen am 02.03.2019